Home | Das fremde Land – Der Roman von Eduard Breimann »
Bundesstiftung stellt abschließend 3,7 Mio. Euro für medizinische und humanitäre Projekte zugunsten von NS-Opfern bereit
Von admin | 16. Februar 2007
Pressemitteilung Nr. 2 / 2007
Der Vorstand der Stiftung “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft” erklärt:
Die bei der Bundesstiftung noch vorhandenen Restmittel des Auszahlungsprogramms für ehemalige Zwangsarbeiter im Umfang von 3,7 Millionen Euro werden für medizinisch-soziale Projekte zugunsten von NS-Opfern verwendet. Nach den gesetzlichen Vorgaben endete das Auszahlungsprogramm für Zwangsarbeiter am 31.12.2006. Bei den Mitteln handelt es sich im wesentlichen um zusätzlich von der Stiftung im Jahre 2006 erwirtschaftete Zinsen. Damit wird nun ein zusätzliches Hilfsprogramm für besonders bedürftige NS-Opfer möglich, das vom Stiftungsgesetz ursprünglich nicht vorgesehen war.
Der Vorstand der Stiftung stellt seinen sieben Partnerorganisationen, die bisher die individuellen Auszahlungen an Zwangsarbeiter durchgeführt haben, jeweils einen entsprechenden Anteil aus dem Gesamtbetrag von 3,7 Mio. Euro für medizinisch-soziale Projekte zur Verfügung. Die Auswahl der besonders bedürftigen Personen und die Durchführung der Projekte liegt allein in der Verantwortung der Partnerorganisationen. Die Bundesstiftung selbst wird derartige Projekte nicht durchführen. Individuelle Entschädigungszahlungen aus diesen Mitteln sind nicht möglich.
Fünf nationale Partnerorganisationen der Bundesstiftung haben ihren Sitz in Polen, der Ukraine, Russland, Weißrussland und Tschechien. Für jüdische NS-Opfer in anderen Staaten ist zudem die Partnerorganisation „Jewish Claims Conference“ zuständig, für nicht-jüdische NS-Opfer anderer Staaten die Partnerorganisation „International Organization for Migration“.
Bereits in den Jahren 2005 und 2006 hat die Bundesstiftung insgesamt 10 Mio. Euro für humanitäre Projekte aus Restmitteln zur Verfügung gestellt. Damit konnten bis Ende 2006 in Ländern Mittel- und Osteuropas, in Israel und in den USA zusätzliche humanitäre Hilfsmaßnahmen zugunsten von über 20.000 NS-Opfern durchgeführt werden. Im Rahmen der humanitären Projekte wurden von den Partnerorganisationen bislang besonders bedürftige oder von Krankheit betroffene NS-Opfer erreicht. Dies waren je nach Land z.B. medizinische Kuren, Rehabilitationsmaßnahmen, dringend notwendige Operationen oder Zuschüsse für den Erwerb von Medikamenten. Auch NS-Opfer aus den baltischen Staaten wurden in die Hilfsprogramme einbezogen.
Kontakt (für Nachfragen) :
Kai Hennig
Günter Saathoff – Vorstand – Tel. 030-25929723
Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“
Pressestelle: 030/25 92 97 21 oder 24
E-Mail: info@stiftung-evz.de
Internet: www.stiftung-evz.de
Kategorie: Stiftung EVZ | Kein Kommentar » | TrackBack URI
Kommentar eingeben
Sie müssen sich anmelden um einen Kommentar zu schreiben.