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Gedenken an Zwangsarbeiter: in Dormagen mit Lesung.
Von admin | 8. Mai 2007
Der 8. Mai, als Jahrestag zum Ende des Zweiten Weltkrieges, wurde in Dormagen mit einer würdigen Feier an den Gräbern der 38 dort verstorbenen Zwangsarbeitern begangen.
Initiatoren der Veranstaltung waren Schülerinnen und Schüler aus der Projektgruppe der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule, die seit einigen Jahren mit ehemaligen Zwangsarbeitern in Russland Kontakt halten.
Begleitet wurde die Feier von dem Schriftsteller Eduard Breimann aus Dormagen, der jüngst seinen Roman „Das fremde Land“ veröffentlichte. In diesem Werk behandelt Breimann genau das Anliegen der Schüler. Beispielhaft setzt er sich mit der verzögerten Entschädigung der Zwangsarbeiter auseinander – und mit dem Versuch der Schüler, Wiedergutmachung auf einer ganz individuellen Ebene zu leisten.
Aus der Moskauer Schule 863 hatte die Schüler zuvor eine „Friedensbotschaft“ erhalten: „Liebe Freunde! Heute ist ein wichtiges Datum für die Welt, und morgen ist ein wichtiger Tag für alle Russen. Dies ist der Tag mit zweierlei Bedeutung: Der Tag des Glücks und der Tränen in unseren Augen, wenn wir uns all jener erinnern, die ihr Leben für unsere friedliche Gegenwart gegeben haben.“
Die russischen Schüler, Lehrer und ihre Schulleiterin Valentina S. Rogozhinskaya berichten zudem von einem Treffen mit Dmitri Orlov, der in diesen Tagen 99 Jahre alt wurde. Ihn hatten die Dormagener Schüler in Moskau kennen gelernt. Er war Zwangsarbeiter und Gefangener in Stukenbrock bei Bielefeld und hatte dort mit den anderen Überlebenden noch 1945 einen Obelisken errichtet, der an die über 50.000 Toten dieses Lagers erinnert.
Die Dormagener Schüler werden sich weiterhin dieser Problematik stellen: im Mai noch fahren sie nach Moskau – und zum 1. September erwarten sie den Gegenbesuch aus der Schule 863.
Hier befindet sich auch ein kleines Zwangsarbeitermuseum. Die Schüler werden dann, unter anderem, auch Exemplare des Buches „Das fremde Land“ zur Aufnahme in das Museum überreichen.
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Anlässlich des Jahrestages zum Ende des Zweiten Weltkriegs veranstalteten Schüler aus der Projektgruppe der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule, Dormagen, an den Gräbern ehemaliger Zwangsarbeiter eine würdige Feier.
Begleitet wurde die Veranstaltung durch eine kurze Lesung des Schriftstellers Eduard Breimann aus seinem jetzt erschienenen Roman „Das Fremde Land“, der die Zwangsarbeiterproblematik, gestern und heute, schildert.
N.S. Gerne senden wir Ihnen ein kostenloses Rezensionsexemplar des Romans zu. Zur Anforderung genügt eine Rück-Email mit dem Hinweis „Rezensionsexemplar“ und Ihrer Adressdaten.
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