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Hintergrundgespräch zu Entschädigungen für Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer


Von admin | 5. Juni 2007

Kein Grund für einen Schlussstrich
Hintergrundgespräch mit Dr. Jost Rebentisch, Wiltrud Marciniak und Ulla Jelpke am 8. Juni, 11 Uhr, zu den Entschädigungen für Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

Die Stiftung “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft” wird auf ihrer Kuratoriumssitzung am 11. Juni das offizielle Ende des Auszahlungsprogramms an frühere Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter verkünden. Für den folgenden Tag lädt Bundespräsident Horst Köhler zu einem Empfang, um den “Erfolg” des Entschädigungsprogramms zu feiern. Es ist zu befürchten, dass dabei der Eindruck erweckt wird, es könne ein Schlussstrich unter die Geschichte der NS-Verbrechen bzw. die Entschädigung für die Opfer gezogen werden. Tatsächlich wird aber bis heute Zehntausenden dieser Opfer jegliche Entschädigung verweigert.

Zudem plant die Koalition strukturelle Veränderungen der Stiftungsgremien. Nichtregierungsorganisationen und ausländische Versöhnungsstiftungen sollen künftig nicht mehr im Kuratorium vertreten sein. Ein neu einzurichtender Stiftungsrat, in dem nur die zwei größten Bundestagsfraktionen und Vertreter der Wirtschaft vertreten sind, soll alle wesentlichen finanziellen Entscheidungen treffen. Das würde die bisherige Funktion der Stiftung gravierend verändern.

Hintergrundgespräch
mit Dr. Jost Rebentisch, stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbands Information und Beratung für NS-Verfolgte, stellvertretender Kurator in der Stiftung EVZ
Wiltrud Marciniak, Projektgruppe Messelager des Vereins EL-DE Haus e.V. Köln
Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., Mitglied des Kuratoriums der Stiftung EVZ
Freitag, 8. Juni, 11 Uhr
Reichstag, Fraktionsebene, 3 S 040

Ich lade Sie herzlich zu diesem Hintergrundgespräch ein und würde mich freuen, Sie im Reichstag begrüßen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Hendrik Thalheim

Hendrik Thalheim
Deutscher Bundestag
Fraktion DIE LINKE.
Pressesprecher
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel: 030 227 52 800
Fax: 030 227 56801
Mobil: 0172 391 42 61
email: hendrik.thalheim@linksfraktion.de
website: www.linksfraktion.de


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